Pragfriedhof Stuttgart (jüdischer Teil)

Ein Israelitischer Friedhof liegt an der östlichen Seite des Pragfriedhof Stuttgart. Der Zugang zum Pragfriedhof wird über die Heilbronner Straße, die Friedhofstraße sowie die Nordbahnhofstraße ermöglicht. Dort existieren zahlreiche Parkmöglichkeiten und Eingänge. Nachdem der jüdische Friedhofsteil des Hoppenlaufriedhof belegt war, wurde im Jahre 1874 ein Bereich im Osten des Pragfriedhof belegt. Er besitzt eine Fläche von 151 a und ist über die Friedhofstraße 44 begehbar. Bis zum Jahre 1944 stand auf dem jüdischen Teil des Pragfriedhof noch eine Friedhofshalle, die aber während des Krieges im Jahre 1944 zerstört wurde. An dieser Stelle steht seit 1925 eine Gedenkstätte für die 98 jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs (1914–1918) aus Stuttgart und Bad Cannstatt und seit 1947 gibt es auch ein Mahnmal für die während der NS-Zeit ermordeten Juden in Württemberg. Im Jahre 1945 wurde der Israelitische Friedhof geschlossen und hatte zu diesem Zeitpunkt etwa 2.773 Grabstätten.

Auf dem israelitischen Teil des Pragfriedhof finden Beerdigungen nur noch selten statt

Heute finden auf dem Israelitischen Friedhof, der zum Pragfriedhof gehört, nur noch vereinzelt und selten Beerdigungen statt. Nach jüdischem Gesetz gibt es für gläubige Juden nur die Möglichkeit, erdbestattet zu werden. Seit 1912 gibt es aber kein generelles Verbot der Feuerbestattung mehr. Dies stellt der Erlass der israelitischen Oberkirchenbehörde klar. Darin heißt es, dass die Beisetzung von Aschresten auf einem israelitischen Friedhof vom Ermessen der zuständigen Rabbiner oder Vorsänger abhängen würde. Die Beisetzung habe in einem rituellen Sarg und in einem besonderen Grabe zu erfolgen.

Anschrift

Friedhofstraße 44
70191 Stuttgart
Weitere Informationen erhalten Sie gerne unter: 0711 – 411 91 90

Anfahrt

U-Bahn: Linie 15
Haltestelle: Pragfriedhof
Für eine genaue Anfahrt mit Bus und Bahn: www.vvs.de