Gesamtübersicht der Friedhöfe im Raum Stuttgart

Das Bestattungsinstitut Martin Meister mit Herz und Verstand aus Stuttgart arbeitet auf über 51 Friedhöfen für Sie. Die Stuttgarter Friedhöfe sind allesamt sehenswert, wobei aber einige Friedhöfe durchaus hervorstechen – dies kann durch ihre Lage, ihre Geschichte oder ihre besondere Anlage sein.
Hier sollen einige Friedhöfe, die zu Stuttgart gehören, vorgestellt werden und ihre Besonderheiten aufgezeigt werden. Meist ist die Entscheidung für einen Friedhof freilich die Nähe zum Wohnort, weil aber ein Trend zum möglichst geringen Aufwand bei der Grabpflege besteht, kann die Wahl auf einen anderen Friedhof auch ohne den Faktor Nähe fallen. Der größte Friedhof nach der Anzahl der Grabstellen ist der Pragfriedhof am Pragsattel. Auf dem Pragfriedhof finden sich etwa 29.000 Grabstellen. Flächenmäßig ist der Pragfriedhof aber nur der drittgrößte Friedhof Stuttgarts. Der Waldfriedhof Stuttgart ist mit einer Fläche von 30 Hektar deutlich größer – um ganze 9 Hektar. Der kleinste Friedhof in Stuttgart ist der Friedhof Riedenberg mit einer Fläche von 0,1 Hektar und 200 Grabstellen. Aber auch der Friedhof Solitude gehört zu den kleineren Exemplaren.
Einige Friedhöfe der Baden-Württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart sind Besonders, weil sie eine besondere Lage haben. So ist der Ostfilderfriedhof Stuttgart terrassiert aufgebaut. Die Gräber sind über Stufen zu erreichen. Ebenso verhält es sich mit dem Friedhof Rohracker.
Andere Friedhöfe fallen durch ihre Geschichte auf. So liegen auf dem Dornhaldenfriedhof Stuttgart mehrere Mitglieder der Rote-Armee-Fraktion. Die RAF war eine linke Terrororganisation, die für 34 Morde innerhalb der Bundesrepublik Deutschland verantwortlich war. Auf dem Dornhaldenfriedhof sind Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe durch den damaligen Oberbürgermeister Manfred Rommel beigesetzt worden. Dies geschah unter großer politischer Kritik im Jahre 1977.
Einer der älteren Friedhöfe ist der Friedhof Uffkirchhof. Der Friedhof Uffkirchhof ist um 800 entstanden. Auf ihm steht eine spätgotische Kirche, die unter Denkmalschutz steht. Der Friedhof Hohenheim wurde angelegt, um Professoren und nahe Angehörige der Universität Hohenheim zu ehren und dort zu beerdigen. Im Jahre 2018 kam ein Denkmal für die nach Hohenheim während des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) verschleppten Zwangsarbeiter hinzu. Viele der Friedhöfe entstanden noch in einer Zeit, als die Gemeinden noch eigenständig waren. Um 1930 wurden dann sehr viele Gemeinden zu Stuttgart eingemeindet und waren erst ab dann unselbstständig. Die heutige Verwaltung aller Stuttgarter Friedhöfe übernimmt das Garten-, Friedhofs- und Forstamt in der Maybachstraße 3.
Manche der Friedhöfe sind in einen alten und neuen Teil gegliedert. Oftmals, so auf dem Friedhof Weilimdort (alt), finden dort keine Beerdigungen mehr statt. Auch einige der Israelitischen Friedhöfe Stuttgarts sind geschlossen. So der Steigfriedhof, der 1945 geschlossen wurde. Auf dem israelitischen Teil des Pragfriedhof gibt es nur noch selten jüdische Bestattungen.

Einige der Friedhöfe in Stuttgart zeichnen sich durch eine besondere Architektur der Gebäude oder der Anlage aus

Auf den meisten Friedhöfen Stuttgarts sind Kriegerdenkmäler aufgestellt, die an die Opfer des Ersten (1914–1918) und/oder Zweiten Weltkriegs (1939–1945) erinnern. So befindet sich auf dem Friedhof Botnang ein Mahnmal für die Opfer und Getöteten der beiden Weltkriege. Ebenso findet sich auf dem Friedhof Feuerbach, der auch „grüner Friedhof“ genannt wird, eine Ehrenhalle für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs.
Einige Friedhöfe ehren explizit die dem Stadtteil zugerechneten Toten des Ersten und/oder Zweiten Weltkriegs: Ein Kriegerdenkmal dafür befindet sich beispielsweise auf dem Friedhof Gaisburg, dem Friedhof Hofen, dem Friedhof Kaltental, dem Friedhof Möhringen und dem Friedhof Stammheim. Auf dem Friedhof Sillenbuch sind sogar zwei getrennte Denkmäler aufgestellt. Denn leider folgte auf den Ersten recht schnell der Zweite Weltkrieg.
Andere Friedhöfe Stuttgarts, wie zum Beispiel der Friedhof Heslach, zeichnen sich durch besondere Bauten aus. So befindet sich auf dem Friedhof Heslach das Beneckendorff-Mausoleum für die Verstorbenen dieser Familie. Aufgrund seiner besonderen Architektur erhielt die Aussegnungshalle des Friedhofs Weilimdorf (neu) einen Preis für den von Professor Hans Kammerer und Walter Betz entworfenen Bau. Der Friedhof Zazenhausen ist als Kulturdenkmal anerkannt und der Friedhof Zuffenhausen hat sogar zwei Leichenhäuser – ein neues und ein altes.
Andere Friedhöfe in Stuttgart zeichnen sich durch ihren kleinen und familiären Charakter aus – so zum Beispiel der Friedhof Heumaden. Auf den meisten Friedhöfen der Region finden noch Begräbnisse statt, aber einige wenige sind nur noch für langjährige Mitglieder der Gemeinden geöffnet. Dazu gehört der Friedhof Vaihingen. Der Friedhof Rotenberg liegt am Fuße des gleichnamigen Bergs und ist idyllisch gelegen.

Jüdische Friedhöfe in Stuttgart

Einige Friedhöfe in Stuttgart haben auch Israelitische Teile, auf denen Juden ihre ewige Ruhe finden können. Es gelten andere Bestattungsvorschriften für gläubige Juden, denn für sie kommt meist nur eine Erdbestattung in Betracht. Nach dem jüdischen Glauben muss der Körper unversehrt am Tag des Jüngsten Gerichts sein. Auf dem Hauptfriedhof Stuttgart im Stadtteil Bad Cannstatt gibt es einen Israelitischen Friedhof, ebenso ist der Friedhof Steinhaldenfeld, der Pragfriedhof am Pragsattel, der Steigfriedhof sowie der Hoppenlaufriedhof in zwei Gräberfelder (jüdisch und christlich) eingeteilt.

Verstorbene Persönlichkeiten

Auf vielen Friedhöfen Stuttgarts sind Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens beigesetzt. So war der Künstler Tell Geck noch bis einschließlich 2015 auf dem Friedhof Degerloch (alt) begraben. Er malte und musizierte. Am wohl bekanntesten ist Alfred Wohlgemuth auf dem Friedhof Gablenberg, der Seitenwagenweltmeister war, aber leider im Jahre 1961 tödlich auf dem Nürburgring verunglückte. Auf dem Hoppenlaufriedhof ist der Schenker des Geländes, Johann Kerch, einige Jahre nach der Schenkung beigesetzt. Auf dem Friedhof Solitude sind neben Soldaten auch der Industrielle Robert Bosch und Richard von Weizsäcker, ein ehemaliger Bundespräsident, begraben. Er steht heute unter Denkmalschutz.