Trauergespräch mit dem Bestatter

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Das Trauergespräch mit dem Bestatter

Mit dem Trauergespräch leistet der Bestatter Beistand und unterstützt den Trauernden bei der Trauerbewältigung. Hierbei gilt es, dem Hinterbliebenen als seelische Stütze zu dienen. Fein- und Taktgefühl sind bei Trauergesprächen sehr wichtig.

Das Leisten von Hilfestellung beim Realisieren des Verlusts gehört zu den Zielen eines Trauergesprächs. Die Hinterbliebenen können aufgefordert werden, über den Sterbefall zu reden, indem man Fragen zu den Ursachen und den Zeitpunkt des Todes stellt oder nach der Trauerfeier fragt. Der Bestatter sollte die Trauernden dazu ermutigen, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen und Emotionen zu zulassen. Selbst Gefühle wie Zorn und Aggressionen müssen geäußert werden.
Während der Trauerphase ist dem Trauernden bei anstehenden wichtigen Entscheidungen Beistand zu leisten. Dies gilt vor allem, wenn die betroffene Person vorhat, überstürzte Käufe oder Verkäufe zu tätigen. Diese Unterstützung ist eine Hilfestellung für die trauernde Person beim Weiterleben ohne den Verstorbenen.

Wichtig ist es auch den Trauernden zu neuen Beziehungen zu ermutigen, um bei einer emotionalen Lösung von der verstorbenen Person zu helfen. Dieser schwere Schritt muss entgegen aller äußeren Vorbehalte vollzogen werden.

Bei diesen Gesprächen ist zu berücksichtigen, dass jeder Mensch individuell mit seiner Trauer umgeht. Dementsprechend behutsam, verständnisvoll und vor allen Dingen geduldig sollten diese Gespräche geführt werden. Zu vermeiden sind dabei Floskeln wie „Das Leben geht weiter“.