Vollmachten

In der Lebensphasen, wenn man nicht mehr fähig ist, seine Wünsche zu äußern, kann durch den folgenden Vollmachten festgelegt werden, wer die Entscheidungen trifft und wie Ihre Wünsche ausgeführt werden sollen:

  • Patientenverfügung : Um im Falle schwerster und aussichtsloser Krankheit so versorgt zu werden,wie Sie sich das wünschen, ist eine Patientenverfügung ratsam, die die wichtigstenmedizinischen Details klärt.Ähnlich dem Testament muss auch die Patientenverfügung eigenhändig unterschriebensein. Diese sollte alle 2 – 3 Jahre erneuert werden; dadurch wird erreicht, dass sich derVerfasser mit seinem Letzten Willen auseinandersetzt. Ferner ist das Dokument vonmehreren, jedoch mindestens einem Zeugen zu bestätigen.Es empfiehlt sich auch ein handschriftliches Ausfüllen der Papiere, um klarzustellen, dassder Patient zu jener Zeit geistig klar war.Es ist auch möglich, der Patientenverfügung eine Erklärung zur Organspende beizufügen.
  • Vorsorgevollmacht : In Folge einer schweren Krankheit, einem Unfall oder ähnlichem ist esmöglich, dass Ihnen die Fähigkeit zur Artikulation abhandenkommt und Sie damit nichtmehr in der Lage sind, selbstständig Entscheidungen zu treffen.Um dem zuvorzukommen, ist es möglich, eine Versorgungsvollmacht auszufüllen.
  • Betreuungsverfügung : Sollten Sie nicht mehr in der Lage sein, Ihre Angelegenheiten selbstständigregeln zu können, und sie keine Vorsorgevollmacht erteilt haben, wird ein gerichtlichbestimmter Betreuer eingesetzt. Falls sich im Familien- und Freundeskreis niemand findet,wird ein Berufsbetreuer mit der Aufgabe betraut. Ebenjenem können Sie dadurchentgegentreten, dass Sie eine Vertrauensperson Ihrerseits in die Betreuungsverfügungeintragen.
  • Generalvollmacht : Dies ist eine allumfassende Vollmacht für alle rechtlichen Vertretungen.Generalbevollmächtigt ist jemand, der den Vollmachtgeber voll und ganz juristischvertreten kann. Zum Zeitpunkt der Ausstellung ist festzustellen, dass der Verfasser vollgeschäftsfähig war.
Rechtzeitige Vorsorge macht es möglich, im Falle von Entscheidungsunfähigkeit durch Unfall oder schwere Erkrankung, insbesondere in derletzten Lebensphase, Ihr Leben nach Ihren Wünschen und Selbstbestimmungen weiterzuführen.